Um kurz nach Mitternacht heulten in St. Florian die Sirenen. Der Wirtschaftstrakt eines Bauernhauses im Ortsteil Rohrbach stand in Brand – der Feuerschein war von weitem ersichtlich.
Bereits bei der Anfahrt der Einsatzkräfte wurde auf Alarmstufe 2 erhöht. Der in der Silvesternacht herrschende starke Wind führte zu einer raschen Ausbreitung des Brandes, wodurch der Brand innerhalb kürzester Zeit den gesamten Wirtschaftstrakt erfasste.
In der ersten Phase des Einsatzes galt es, ein Übergreifen der Flammen auf den Wohnbereich des Bauernhauses sowie auf angrenzende Gebäude zu verhindern, was auch gelang. Nach der erfolgten Erkundung des Innenbereichs konnte auch bestätigt werden, dass sich keine Personen im Gebäude befanden.
Im Anschluss gestaltete sich vor allem die Aufrechterhaltung der Löschwasserversorgung (es wurde gleichzeitig mit mehreren B- und C-Rohren von Innen und Außen sowie mit TMB und Drehleiter gelöscht) schwierig. Ein in der Nähe befindlicher Löschteich war bald leergesaugt. Daraufhin wurde eine mehrere Kilometer lange Zubringerleitung errichtet. Im weiteren Verlauf konnte der Brand immer weiter eingedämmt werden.
Eine weitere Herausforderung stellte das aufgrund der eisigen Temperaturen sich bildende Glatteis an der Einsatzstelle dar. Mehrere Bauhofmitarbeiter sorgten mit ihrem Streudienst dafür, dass die Einsatzkräfte den Einsatz sicher absolvieren konnten.
Für die langwierigen Nachlöscharbeiten wurde ein Bagger angefordert, der die Glutnester freimachte und Zwischendecken für die Einsatzkräfte für Löschtätigkeiten zugänglich machte.
Im Einsatz standen insgesamt 11 Feuerwehren aus St. Florian, Rohrbach, Bruck-Hausleiten, Ebelsberg, Niederneukirchen, Enns, BTF Nettingsdorf, Raffelstetten, Asten, Hofkirchen sowie die Berufsfeuerwehr aus Linz mit über 130 Einsatzkräften. Der Einsatz für die FF St. Florian war nach ca. 6 Stunden um kurz vor 7 Uhr früh beendet.
Fotos: Medienpartner Fotokerschi














